Vogelvoliere – wie alles begann

Vogelvoliere kaufen

Weit mehr als 500 Jahre ist es her, da kamen erstmals Mönche auf die Idee, Kanarienvögel in Käfigen zu halten und zu züchten. Die Sitte breitete sich dann irgendwann allmählich aus, und die ersten „Privatleute“ fingen an, es den Mönchen nachzumachen.

Auf Segelschiffen gelangten schließlich die zwitschernden gelben Vögelchen eines Tages nach Europa, von den kanarischen Inseln aus über Spanien und in andere Länder. Besonders in England, Frankreich und Italien liebte man die possierlichen Tierchen. Bis nach Imst in Tirol gelangten die Vögel, Fuhrleute brachten sie mit. Und die Tiroler züchteten und verkauften munter. Oder besser gesagt: Sie exportierten vor allem, hatten sie doch rasch erkannt – Es handelte sich um ein durchaus einträgliches Geschäft. Die Vogelzucht begann zu blühen.

Parallel dazu entwickelte sich eine neue Zunft, die Vogelbauer-Herstellung nämlich. Schließlich mussten die Tierchen irgendwo untergebracht werden. Auch wollte man sie bewundern können und ihrem Gesang lauschen. Obendrein sind gerade Kanarienvögel ausgesprochene Schwarmtiere, einzeln sollte man sie niemals halten. Das wäre Tierquälerei.

Man brauchte also größere Käfige, und so fing es dann erst richtig an.

Auf Frachtschiffen gelangten die ersten großen Vogelvolieren samt zwitscherndem Inhalt dann auch bald schon bis nach Australien und Südamerika, Südafrika und New York, rund um die Welt also.

Die Kreativität der Bauer der Vogelvoliere brachte allerlei verschiedene Formen und Größen hervor. Es gibt Vogelvoliere Modelle für Drinnen, die man im Haus aufstellte, und Vogelvolieren für den Außenbereich, die hauptsächlich in privaten Gärten, aber auch in Parks ihren Platz fanden.

* am 16.01.2015 um 8:58 Uhr aktualisiert

* am 16.01.2015 um 8:44 Uhr aktualisiert

Große Volieren für große Vögel

Allerdings ist heutzutage eines anders – längst werden alle möglichen Vögel bis hin zu großen Papageien in Vogelvolieren gehalten. Angefangen von den winzigen Zebrafinken, über die oben erwähnten Kanarienvögel, Wellensittiche, Zwergpapageien bis zu den gefiederten Bewohnern des Amazonasbeckens.

Je größer und kräftiger der Vogel, desto stabiler muss eben nur die Vogelvoliere sein. So ein Papagei kann mit seinem kräftigen Schnabel nämlich nicht nur Nüsse knacken. Aber zum Glück gibt es ja die verschiedensten Modelle an Vogelvolieren heutzutage. Sogar im Internet kann man sie mittlerweile bestellen.

Da gibt es hochwertige Modelle im XXL-Format, aus Fichtenholz gebaut, mit schwenkbaren Futtertheken. Dies ist vor allem für die Papageienhaltung wichtig und erleichtert das Sauberhalten der Vogelvoliere ganz erheblich. Gerade große Vögel können nämlich ganz schön Dreck machen, wie jeder erfahrene Halter bestätigen wird. Futterspelzen, Nussschalen und Fruchtstücke bleiben in einer ausreichend großen Vogelvoliere eher dort, wie sie hingehören, nämlich im Inneren des Käfigs. Und können später mittels einer schon erwähnten Futtertheke leicht entsorgt werden.

Vogelvoliere für zu Hause

Vogelvoliere für die eigenen vier Wände sollten auch optisch ansprechend gestaltet sein und darüber hinaus Platz für mindestens zwei Vögel bieten. Schließlich leben diese Tier in freier Wildbahn meist in Schwärmen und fühlen sich alleine nicht wohl. Andernfalls kann es sogar zu gesundheitlichen Problemen und einem frühen Ableben kommen.

Diese Modelle sind meist kleiner als die für draußen und teils aus besonders schönen Materialien wie Holz gearbeitet.

Vogelvoliere für Draußen

Gerade in unserer Region müssen die Vogelvoliere für draußen besonderen Verhältnissen standhalten, die vom kalten Wetter und dem Wind diktiert werden. Zunächst einmal muss ein solcher Käfig dazu stabil und auch von ausreichender Größe sein.

Doch nicht nur für die ganzjährige Verwendung draußen sind solche Voliere geeignet. In ihnen lassen sich auch Vögel etwa nur während des Sommers unter freiem Himmel halten. Vor allem die klugen Papageien mögen diese Vielfalt und wissen es zu schätzen, wenigstens ansatzweise so gehalten zu werden, wie es die Natur für sich vorgesehen hatte. Daneben lassen sich hier aber auch andere Tiere wie Hamster oder Eichhörnchen unterbringen.

Damit die Käfige leicht transportiert und einfach wieder ins Haus geschoben werden können, bieten sich solche Modelle an, die auf Rollen stehen.

Zubehör für Vogelvoliere

Zusätzlich lässt sich das Innenleben der Voliere noch mit Sitzstangen, Nestern, Speigeln oder Leitern aufwerten. Dieses Zubehör trägt maßgeblich zu einer artgerechten Haltung bei, da Vögel nun mal sehr verspielt sind. Dabei sollte jedoch nicht alles zugebaut werden, damit die Tiere noch ausreichend Platz haben, um sich frei zu bewegen. Idealerweise sollte solches Zubehör aus natürlichen Stoffen hergestellt sein, die die Vögel auch in ihrem natürlichen Habitat vorfinden. Zudem können noch Äste oder Scheite heimischer Hölzer in die Voliere gestellt werden. Vögel knabbern nämlich gerne auf ihnen herum und nutzen sie zur Pflege ihrer Krallen. Abwechslung bieten darüber hinaus noch Vogelbäder, in denen sich die Tiere reinigen können.

Vogelfutter

Vogelfutter gibt es in verschiedenen Formen mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen. Meist handelt es sich dabei um Körner. Für Wildvögel gibt es daneben spezielle Vogelknödel und außerdem getrocknete Mehlwürmer. Vor dem Kauf sollte genau studiert werden, was sich in dem Futter befindet. Nur natürliche Nahrung kommt hier in Frage.

Was Käfigvögel gerne essen hängt je von der Art ab. Bei Wellensittichen muss die Nahrung sogar an die Mauserzeit angepasst werden. Auf der richtigen Seite ist man mit Futter, das Vitamine, Mineralien und Aminosäuren enthält. Vor zu viel Zucker ist Abstand zu nehmen, da dieser dem sensiblen Stoffwechsel der Tiere schadet. Neben Körnern sind noch getrockneter Mais oder getrocknete Früchte beliebte Zusätze.

Vogelvoliere selbst bauen

Eine Vogelvoliere muss nicht zwangsweise gekauft werden, sondern kann man sie auch selbst bauen. Hierzu werden u.a. Holz, Draht, Schrauben und Leim benötigt. Die Einzelteile können alle im gut sortierten Baumarkt erstanden werden. Und für das Errichten muss man dank unserer genauen Schritt-für-Schritt-Anleitung kein handwerkliches Genie sein. An Werkzeug werden lediglich eine Stichsäge, ein Hammer, ein Akkuschrauber und ein Seitenschneider vorausgesetzt. Falls davon etwas fehlt, kann das jeweilige Gerät auch im Baumarkt ausgeliehen werden. Das hier vorgestellte Modell ist 1 Meter lang, 0,5 Meter breit und 1,5 Meter hoch.